standard-title Klinische Krebsforschung

Klinische Krebsforschung

Klinische Krebsforschung

Dr. med. David Thorn ist im Rahmen seiner Mitgliedschaften bei der SAKK (Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für klinische Krebsforschung) und bei der IBCSG (International Breast Cancer Study Group) aktiv an der Durchführung und Mitgestaltung moderner klinischer Krebsforschung beteiligt.

Studienzentrum der SAKK

Die Praxis Onkologie Basel von Dr. med. David Thorn ist ein akkreditiertes Studienzentrum (engl. study site) der SAKK und IBCSG.

Für Mammakarzinom-Patientinnen bietet Dr. med. David Thorn (insbesondere im Rahmen seiner Funktion als Leiter der klinischen Forschung des Brustzentrums Basel Bethesda Spital) aktuell den Einschluss in: die SAKK 96/12-Studie, die SAKK 95/17-Studie, die SAKK 21/18-Studie, die RIB-ELLE-Studie (der Novartis) sowie zukünftig auch in die IBCSG-POLAR-Studie an.

Für Prostatakrebs-Patienten bieten wir aktuell den Einschluss in die SAKK 96/12-Studie an.

Labor - klinische Krebsforschung

Kontakt

Für Auskünfte und Informationen zu laufenden Studien stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Rufen Sie uns einfach an +41 61-279 98 22 oder schreiben Sie eine Email an praxis.langegasse78@hin.ch

SAKK 96/12-Studie

(Reduce Studie)

Knochenmetastasen – die Ausbreitung der Krebserkrankung auf den Knochen – sind eine häufige Komplikation bei Patienten mit fortgeschrittener Krebserkrankung und werden in der Schweiz bei mehr als 5000 Menschen jährlich neu diagnostiziert. Seit der Marktzulassung im Dezember 2011 wird Xgeva® vermehrt für die Therapie von Patienten mit Knochenmetastasen verwendet.
Das Projekt SAKK 96/12 soll zeigen, dass eine weniger häufige Dosierung von Xgeva® mindestens gleich wirksam ist wie die zugelassene Standarddosierung. Das Projekt wurde lanciert, weil Studiendaten nahelegen, die zugelassene Therapie mit Xgeva® hinsichtlich Dosierung, Toxizität und Kosten-Nutzen-Verhältnis zu hinterfragen. Neben der Wirksamkeit werden auch Nebenwirkungen und Lebensqualität genau beobachtet, da angenommen wird, dass eine seltenere Verabreichung insgesamt zu weniger Nebenwirkungen und somit auch zu einer besseren Lebensqualität führt.

RIB-ELLE-Studie

(Ribociclib plus AI, Beobachtungsstudie)

Die RIBELLE Studie wird durch die Novartis Pharma Schweiz AG organisiert und untersucht das Medikament KISQALI® (Ribociclib) auf Wirksamkeit und Sicherheit im täglichen Alltag. KISQALI® ist ein Medikament für Frauen, bei denen die Wechseljahre vorbei sind und welche an einem Hormonrezeptor-positiven, HER2-negativem, fortgeschrittenem Brustkrebs leiden. Die Studie ist eine sogenannte nicht – interventionelle Studie dabei werden die Teilnehmerinnen der Studie nur beobachtete, es werden keine zusätzlichen studienspezifischen Untersuchungen gemacht, es braucht nur die routinemässigen Visiten. Die Daten aus dieser Beobachtungsstudie werden dann als Information zur Wirksamkeit und Sicherheit von KISQALI® bei der täglichen Anwendung, ausgewertet. An dieser Studie werden ca. 200 Frauen 5 Jahre lang in der ganzen Schweiz teilnehmen. Das Brustzentrum Basel, Bethesda Spital ist eines dieser Zentren welches sich an dieser Studie beteiligt.

SAKK 95/17-Studie

Bewegungsprogramm zur Reduktion von Nebenwirkungen einer Aromataseinhibitor-Therapie bei Patientinnen mit frühem Brustkrebs

Viele Patientinnen mit einem hormonrezeptor-positiven Mammakarzinom erhalten eine Therapie mit einem Aromatasehemmer (AI). Bei etwa der Hälfte dieser Patientinnen treten als Nebenwirkungen Gelenk- und Muskelschmerzen, Steifigkeit, Müdigkeit und Gewichtszunahme auf. Diese Beschwerden führen oft dazu, dass sich die Patientinnen weniger bewegen und sich ihre Lebensqualität verschlechtert.
In der Studie SAKK 95/17, entwickelt und geleitet von MSc Nicolette Hoefnagels und PD Dr. med. Friedemann Honecker, untersuchen wir, ob ein Bewegungsprogramm zu Beginn der AI-Therapie dazu führen kann, die Verträglichkeit der Behandlung zu verbessern, Nebenwirkungen zu reduzieren und die Lebensqualität der Patientinnen zu steigern. In bisherigen Studien zur körperlichen Aktivität bei AI-Therapie waren die Interventionen oft sehr komplex und nicht alltagstauglich. Deshalb planen wir in dieser Studie ein einfaches Bewegungsprogramm, das die Patientinnen in den Alltag einbauen können und das ihren Lebensstil nachhaltig ändern kann. In die Studie werden Patientinnen mit lokalisiertem Mammakarzinom nach der Tumoroperation und vor Beginn der AI-Therapie aufgenommen. Die Teilnehmerinnen tragen während 24 Wochen einen Fitnesstracker am Handgelenk, der nur in der Nacht abgelegt werden soll, und führen ein Patiententagebuch. Alle drei Wochen findet eine Kontrolle im Studienzentrum statt, wo auch die Daten vom Fitnesstracker heruntergeladen werden.

SAKK 21/18-Studie

Metastasierter Brustkrebs: Chemotherapie oder antihormonelle Behandlung in Kombination mit Ribociclib

Obwohl bei der Behandlung von Brustkrebs in den letzten Jahrzehnten Fortschritte erzielt wurden, bleibt der metastasierte Brustkrebs eine unheilbare Krankheit. Das durchschnittliche Gesamtüberleben liegt bei 2–4 Jahren, das 5-Jahres-Überleben nur bei 25%. Viele Onkologinnen und Onkologen behandeln Patientinnen mit Metastasen in Lunge/Leber primär mit einer Chemotherapie und nicht mit einer endokrinen Therapie. Ergebnisse von klinischen Studien weisen jedoch darauf hin, dass eine endokrine Therapie mit einer besseren Lebensqualität, weniger Nebenwirkungen und einer höheren Behandlungszufriedenheit einhergeht als eine Chemotherapie.
In der Studie SAKK 21/18 werden Patientinnen nach dem Zufallsprinzip in zwei Gruppen eingeteilt: Sie erhalten entweder die Kombination vom Medikament Ribociclib und endokriner Therapie oder eine Chemotherapie. Dabei wird untersucht, wie sich die Therapie auf den Krankheitsverlauf, die Lebensqualität und die Prognose der Patienten auswirkt.

NEOADJUVANTE BEHANDLUNG MIT PERTUZUMAB UND TRASTUZUMAB

Fachbeitrag in der Leading Opinions Hämatologie & Onkologie 2017/7 von Dr. med. David Thorn, Basel
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